Niedriglohnsektor in Deutschland seltener durch Tarifverträge abgedeckt
Die Untersuchung der ROCKWOOL Foundation Berlin (RFBerlin) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ergab, dass im Jahr 2021 lediglich 34 Prozent der Beschäftigten im niedrigsten Lohndezil tariflich gebunden waren. Im Gegensatz dazu standen über 60 Prozent der Arbeitnehmer im mittleren Lohnbereich unter dem Schutz eines Tarifvertrags.
Diese Diskrepanz besteht, obwohl Tarifverträge gerade für Geringverdiener als besonders wichtig erachtet werden, um Arbeitsbedingungen und Löhne zu sichern.
Hintergrund
Tarifverträge sind in Deutschland Vereinbarungen zwischen Arbeitgeberverbänden oder einzelnen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Sie regeln Arbeitsbedingungen wie Löhne, Arbeitszeiten und Urlaubsanspruch. Ihre Bedeutung liegt im Schutz der Arbeitnehmerrechte und der Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen.
Quelle: nach Medienberichten