Neue Methode erkennt Vorbebenmuster großer Erdbeben
Ein internationales Forschungsteam, darunter Wissenschaftler des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung, hat eine neue Methode vorgestellt, die verborgene Seismizitätsmuster vor großen Erdbeben aufdecken kann. Der Ansatz nutzt unüberwachtes Maschinelles Lernen, um Vorläufer-Seismizität zu erkennen, die Wochen bis Monate vor einem Hauptbeben auftritt.
Diese Technik wurde bereits bei mehreren großen Erdbeben erfolgreich angewendet. Dazu gehören die Beben in Kahramanmaraş (Türkei) im Jahr 2023, Iquique (Chile) im Jahr 2014 und L’Aquila (Italien) im Jahr 2009. Die Studie, die diese Erkenntnisse detailliert, wurde im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.
Die Fähigkeit, solche Muster zu identifizieren, könnte einen wichtigen Schritt in der Erdbebenforschung darstellen, auch wenn die genaue Vorhersage von Ort und Zeitpunkt eines Bebens weiterhin eine Herausforderung bleibt.
Hintergrund
Die Vorhersage von Erdbeben ist seit Langem ein zentrales, aber ungelöstes Problem in den Geowissenschaften. Trotz intensiver Forschung gibt es bisher keine zuverlässige Methode, um den genauen Zeitpunkt und Ort eines bevorstehenden Erdbebens präzise vorherzusagen. Erdbeben entstehen durch plötzliche Verschiebungen tektonischer Platten entlang von Bruchzonen.
Quelle: nach Medienberichten