Telemedizin reduziert Antibiotikaverschreibungen bei Kindern

In Pittsburgh wurde untersucht, wie sich die Integration von Telemedizin in die ärztliche Grundversorgung auf die Verschreibungspraxis bei Kindern mit akuten Atemwegsinfektionen (ARTI) auswirkt. Die Ergebnisse legen nahe, dass diese Methode zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Antibiotika führen kann.
Das Forschungsteam um Kristin N. Ray stellte fest, dass die telemedizinische Betreuung nicht zu einer Zunahme von Folgebesuchen oder späteren Antibiotikaverschreibungen führte. Dies deutet darauf hin, dass die Qualität der Versorgung trotz reduzierter Antibiotikagaben erhalten bleibt.
Hintergrund
Der übermäßige und oft unnötige Einsatz von Antibiotika, insbesondere bei viralen Infektionen, trägt maßgeblich zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bei. Diese Resistenzen stellen eine globale Gesundheitsbedrohung dar, da sie die Behandlung bakterieller Infektionen zunehmend erschweren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt seit Jahren vor den Folgen und fordert einen verantwortungsvolleren Umgang mit Antibiotika.
Quelle: nach Medienberichten