Polen registriert deutsches Interesse an NS-Akten mit Erleichterung
In Polen wird das aktuelle deutsche Interesse an Dokumenten aus der NS-Zeit mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Lange Zeit hatte Polen Deutschland vorgeworfen, sich nicht ausreichend mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Die Historikerin Hanna Radziejowska weist jedoch darauf hin, dass trotz des positiven Signals weiterhin blinde Flecken in der Aufarbeitung bestehen könnten.
Hintergrund
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen sind historisch durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und die deutsche Besatzung stark belastet. Nach Kriegsende gab es in Polen wiederholt Forderungen nach Entschädigungen und einer umfassenden Aufarbeitung der deutschen Kriegsverbrechen. Die Diskussion um die Erinnerungskultur und den Umgang mit der NS-Vergangenheit ist daher ein wiederkehrendes Thema in den bilateralen Beziehungen.
Quelle: nach Medienberichten