Thrombektomie bei Schlaganfall auch in mittleren Hirnarterien erfolgreich
Die mechanische Thrombektomie, die bereits als Standardtherapie bei großen Hirnarterienverschlüssen gilt, könnte künftig auch bei Schlaganfällen, die durch Verstopfungen in kleineren Gefäßen verursacht werden, eine Rolle spielen. Bislang wurde der Einsatz dieser Methode in mittleren und distalen Hirngefäßen aufgrund potenzieller Risiken sorgfältig abgewogen.
Eine randomisierte Studie aus China hat nun untersucht, welche Patientengruppen von dieser Behandlung profitieren könnten. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Thrombektomie auch in diesen Bereichen erfolgreich angewendet werden kann.
Hintergrund
Ein ischämischer Schlaganfall entsteht, wenn die Blutversorgung eines Teils des Gehirns unterbrochen wird, meist durch ein Blutgerinnsel. Die mechanische Thrombektomie ist ein Verfahren, bei dem ein Katheter verwendet wird, um das Gerinnsel physikalisch aus dem Gefäß zu entfernen und so die Durchblutung wiederherzustellen. Sie hat sich in den letzten Jahren als effektive Methode zur Behandlung akuter Schlaganfälle etabliert, insbesondere bei Verschlüssen großer Gefäße.
Quelle: nach Medienberichten