Gedenken an Pogrom von Kielce nach 80 Jahren
Ein Gerücht über angebliche Ritualmorde führte im Juli 1946 zu der Eskalation der Gewalt. Ein Mob griff Überlebende des Holocaust an, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt aufhielten.
Das Ereignis gilt als eines der dunkelsten Kapitel der Nachkriegszeit in Polen und wird als tragisches Beispiel für anhaltenden Antisemitismus nach dem Holocaust betrachtet.
Hintergrund
Der Holocaust, die systematische Verfolgung und Ermordung von sechs Millionen Juden durch das nationalsozialistische Regime und seine Kollaborateure, endete 1945 mit dem Zweiten Weltkrieg. Trotz des Kriegsendes kam es in einigen Regionen Europas, darunter auch in Polen, zu weiteren antisemitischen Gewalttaten gegen jüdische Überlebende.
Quelle: nach Medienberichten