Experten sehen Westen bei Atomverhandlungen mit Iran in schwieriger Lage
Die Diskussionen um das iranische Atomprogramm stehen vor einem kritischen Punkt. Laut Kelsey Davenport, einer Expertin für Rüstungskontrolle, befindet sich der Westen in einer ungünstigeren Ausgangslage für die anstehenden Verhandlungen.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, der Iran werde niemals eine Atombombe besitzen. Dennoch müssten die Vereinigten Staaten für ein Abkommen erhebliche Zugeständnisse machen, so Davenport gegenüber dem SPIEGEL.
Hintergrund
Das iranische Atomprogramm ist seit vielen Jahren Gegenstand internationaler Besorgnis und Verhandlungen. Im Jahr 2015 wurde das Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) abgeschlossen, ein Abkommen, das Teherans Atomaktivitäten im Austausch für die Aufhebung von Sanktionen einschränkte. Die USA zogen sich 2018 unter Präsident Trump aus diesem Abkommen zurück, was zu einer erneuten Eskalation der Spannungen führte.
Quelle: nach Medienberichten