Historiker de Boer erhält Mittelalterpreis für Forschung zu Avignon-Päpsten
Die Auszeichnung, die mit 10.000 Euro dotiert ist, würdigt de Boers Arbeit über die Zeit von 1309 bis 1377, in der die Päpste ihren Sitz in Avignon statt in Rom hatten. Die Preisvergabe erfolgt durch die Stiftung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Der Historiker des Instituts für Geschichte an der Universität Duisburg-Essen untersuchte in seiner Schrift die Gründe und Auswirkungen dieser außergewöhnlichen Periode, die durch politische Unruhen und Konflikte in Rom geprägt war. Der Preis wird seit 2016 alle zwei Jahre vergeben.
Hintergrund
Die Verlegung des Papstsitzes nach Avignon im 14. Jahrhundert, bekannt als 'Avignonesisches Papsttum', war eine Phase in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche, in der sieben Päpste aufeinanderfolgend in Avignon residierten. Diese Zeit war von politischen Spannungen zwischen dem Papsttum und Frankreich sowie internen Konflikten innerhalb der Kirche geprägt.
Quelle: nach Medienberichten