Nahes Schwarzes Loch zeigt Merkmale des frühen Universums
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Stefanie Komossa vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn untersuchte die Galaxie, die seit über acht Jahren ungewöhnlich hell im Radiobereich strahlt.
Die Beobachtungen zeigen, dass seit einigen Jahren vermehrt Materie in das Schwarze Loch strömt, was zur Entstehung eines energiereichen Teilchenstrahls, eines sogenannten Jets, geführt hat. Diese Entdeckung bietet Wissenschaftlern neue Möglichkeiten, die Bildung von Jets und das Wachstum Schwarzer Löcher in der frühen Phase des Universums besser zu verstehen.
Hintergrund
Schwarze Löcher sind Regionen im Raum, in denen die Gravitation so stark ist, dass nichts, nicht einmal Licht, entweichen kann. Supermassive Schwarze Löcher befinden sich im Zentrum der meisten Galaxien und spielen eine entscheidende Rolle bei deren Entwicklung. Jets sind hoch energetische Materiestrahlen, die von aktiven Schwarzen Löchern ausgestoßen werden und weitreichende Auswirkungen auf ihre Umgebung haben können.
Quelle: nach Medienberichten