Tages-Sicht24 Montag, 22.06.2026
Wissenschaft

Fakultätentag warnt vor Risiken bei Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes

22.06.2026, 21:50 Uhr · Tages-Sicht24 Redaktion

Der Allgemeine Fakultätentag (AFT) äußert sich positiv zu den Zielen der geplanten Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), sieht jedoch Nachbesserungsbedarf bei den Regelungen.

Der AFT begrüßt zwar die angestrebten Verbesserungen im Vergleich zu früheren Entwürfen, warnt aber davor, dass bestimmte Aspekte des Referentenentwurfs die Durchführung von Drittmittelprojekten erschweren könnten. Dies betrifft insbesondere Kooperationen mit Unternehmen.

Die Sorge des Fakultätentags ist, dass die neuen Befristungsregelungen und Mindestvertragslaufzeiten die Forschung und den Wissenstransfer beeinträchtigen könnten. Um die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems zu erhalten und die Reformziele zu erreichen, fordert der AFT gezielte Anpassungen und begleitende Maßnahmen.

Hintergrund

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) regelt die Befristung von Arbeitsverträgen für wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Es soll Nachwuchswissenschaftlern eine Karriereperspektive bieten, steht aber auch immer wieder in der Kritik, zu prekären Beschäftigungsverhältnissen beizutragen und die Planbarkeit für Forschende zu erschweren. Eine Reform des Gesetzes wird seit Längerem diskutiert, um die Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbereich zu verbessern.

Quelle: nach Medienberichten