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Gesundheit

Immuntherapie bei Brustkrebs könnte Eierstockfunktion beeinflussen

19.06.2026, 14:58 Uhr · Tages-Blick24 Redaktion

Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass die Kombination von Atezolizumab mit Chemotherapie bei jungen Frauen mit triple-negativem Brustkrebs Auswirkungen auf die Ovarialfunktion haben könnte.

Forschungsergebnisse, die auf dem 45. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie präsentiert wurden, weisen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Atezolizumab und der Eierstockfunktion hin.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf junge Patientinnen, die an triple-negativem Brustkrebs (TNBC) leiden und zusätzlich zur neoadjuvanten Chemotherapie Atezolizumab erhielten. Dabei wurden numerisch erhöhte Raten einer Beeinträchtigung der Ovarialfunktion festgestellt.

Die Studie wurde in München vorgestellt und liefert erste Hinweise auf potenzielle Nebenwirkungen dieser Therapieform im Hinblick auf die Fruchtbarkeit.

Hintergrund

Triple-negativer Brustkrebs (TNBC) ist eine aggressive Form von Brustkrebs, die etwa 10-15% aller Brustkrebsfälle ausmacht und oft jüngere Frauen betrifft. Er wird so genannt, weil die Krebszellen keine Rezeptoren für Östrogen, Progesteron oder HER2 aufweisen, was die Behandlungsmöglichkeiten einschränkt. Immuncheckpoint-Inhibitoren wie Atezolizumab sind eine neuere Therapieoption, die das Immunsystem des Körpers dabei unterstützen, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.

Quelle: nach Medienberichten