Archivarverband kritisiert Umgang mit Behördenakten
Michael Ruprecht, der Leiter des Archivarverbands, kritisiert das Vorgehen von Behörden bei der Übergabe von Altakten an Archive. Er bemängelt, dass es seit Langem Versuche gebe, die gesetzlich vorgeschriebene Abgabe von Dokumenten zu untergraben.
Ruprecht führt Beispiele wie SMS von Kanzlerinnen oder E-Mails von EU-Kommissionschefinnen an, um die Problematik zu verdeutlichen. Er betont, dass ein Rechtsstaat seine eigenen Spuren nicht beseitigen dürfe.
Hintergrund
Die ordnungsgemäße Archivierung von Behördenakten ist ein wesentlicher Bestandteil der Transparenz und Nachvollziehbarkeit staatlichen Handelns. Sie dient der historischen Forschung, der Rechtssicherheit und der Kontrolle durch die Öffentlichkeit. Gesetzliche Regelungen schreiben vor, dass relevante Dokumente nach bestimmten Fristen an öffentliche Archive zu übergeben sind.
Quelle: nach Medienberichten