Tages-Sicht24 Mittwoch, 08.07.2026
Wissenschaft

Neues Zuchtverfahren für Türkisen Prachtkärpfling verbessert Altersforschung

08.07.2026, 17:14 Uhr · Tages-Sicht24 Redaktion

Forschende des Leibniz-Instituts für Altersforschung (FLI) haben eine Methode zur Zucht des Türkisen Prachtkärpflings entwickelt, die dessen Überlebensrate erhöht und genetische Vielfalt bewahrt. Dies schafft eine wichtige Grundlage für die Forschung zum biologischen Altern.

Das Dynamic Population Breeding (DPB) genannte Konzept soll die Herausforderungen in der Haltung und Zucht des Türkisen Prachtkärpflings (N. furzeri) überwinden. Dieser Fisch ist aufgrund seiner kurzen Lebensdauer ein bedeutender Modellorganismus in der Altersforschung.

Durch die neue Zuchtmethode wird die Sterblichkeitsrate der Nachkommen verringert und die Homogenität zwischen den Zuchtkohorten erhöht. Dies trägt maßgeblich zur Reproduzierbarkeit und Nachhaltigkeit wissenschaftlicher Studien bei, die sich mit dem biologischen Alterungsprozess befassen.

Hintergrund

Der Türkise Prachtkärpfling (Nothobranchius furzeri) ist bekannt für seine extrem kurze Lebensspanne von nur wenigen Monaten, was ihn zu einem einzigartigen Modell für die Erforschung des Alterns macht. Er stammt ursprünglich aus temporären Gewässern in Mosambik und Simbabwe. Die Aufrechterhaltung genetischer Vielfalt und stabiler Zuchtlinien ist für die Verlässlichkeit der Forschungsergebnisse von großer Bedeutung.

Quelle: nach Medienberichten