Deutschland erwägt Kürzungen der UN-Beiträge nach Sicherheitsrat-Wahl
Bundesaußenminister Wadephul hat nach der Nichtwahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat mögliche Kürzungen der finanziellen Beiträge an die Vereinten Nationen in Aussicht gestellt. Er äußerte, dass Deutschland bei wichtigen Entscheidungen nicht ausreichend berücksichtigt werde.
Es sei nicht hinnehmbar, dass Deutschland in bestimmten Angelegenheiten keine Berücksichtigung finde, so Wadephul laut einem Bericht der WELT. Die Äußerungen des Ministers legen eine direkte Verbindung zwischen der fehlenden Repräsentation und den finanziellen Zuwendungen nahe.
Hintergrund
Der UN-Sicherheitsrat ist das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen und für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zuständig. Er besteht aus fünf ständigen Mitgliedern mit Vetorecht (China, Frankreich, Russland, USA, Vereinigtes Königreich) und zehn nichtständigen Mitgliedern, die für jeweils zwei Jahre von der Generalversammlung gewählt werden. Deutschland bewirbt sich regelmäßig um einen dieser nichtständigen Sitze.
Quelle: nach Medienberichten