Gesundheits-Digitalgesetz verabschiedet: Neue Phase der Digitalisierung beginnt

Mit der heutigen Kabinettsentscheidung zum Gesundheits-Digitalgesetz (GeDiG) beginnt der offizielle Gesetzgebungsprozess für eine umfassende Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) betont, dass der Nutzen für die Patienten über den Erfolg der Digitalisierung entscheiden wird. Eine Umfrage zeigt, dass fast zwei Drittel der Menschen die elektronische Patientenakte (ePA) häufiger nutzen würden, wenn ein Medikationsplan integriert wäre.
Die Bundesärztekammer unterstützt die Ziele des GeDiG, warnt jedoch vor einem Paradigmenwechsel im Umgang mit Patientendaten. Dr. Carola Reimann vom AOK-Bundesverband begrüßt das Gesetz als Türöffner für zahlreiche Innovationen.
In England wird künftig bei allen Neugeborenen ein Fersenstich-Test auf Spinale Muskelatrophie (SMA) durchgeführt. Die ehemalige Sängerin Jesy Nelson bezeichnete diese Entscheidung als einen Sieg für die Betroffenen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Empfehlungen zur Demenzprävention aktualisiert. Ein gesunder Lebensstil, einschließlich ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und sozialer Kontakte, kann das Demenzrisiko erheblich senken. Auch Risikofaktoren werden in den neuen Leitlinien benannt.
Hintergrund
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist seit Jahren ein zentrales Thema in Deutschland, um Effizienz und Patientenversorgung zu verbessern. Die elektronische Patientenakte (ePA) wurde bereits 2021 eingeführt, ihre Nutzung ist jedoch noch ausbaufähig. Auch die Früherkennung von seltenen Krankheiten bei Neugeborenen durch Screenings hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen.
Quelle: nach Medienberichten