Neue Therapien und Prävention im Fokus der Gesundheitsforschung

Für Patienten mit einer speziellen Form der Multiplen Sklerose (nrSPMS) gibt es seit dem 21. Juli 2026 eine neue Behandlungsoption: Die Europäische Kommission hat Cenrifki® (Tolebrutinib) zugelassen. Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) begrüßt diesen Fortschritt, da die Therapie dieser Krankheitsphase bislang stark eingeschränkt war. Parallel dazu steht in England ein weiteres Medikament, Fampridine, für bis zu 5.000 MS-Patienten zur Verfügung, um Nervensignale zu stärken und das Gehen zu erleichtern.
Im Bereich der Krebsforschung zeigen neue Erkenntnisse, dass der individuelle genetische Hintergrund maßgeblich die Entwicklung von Krebserkrankungen beeinflusst. Eine internationale Forschungsgruppe, darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), konnte dies in Mausstudien nachweisen. Diese Resultate könnten langfristig zu einer präziseren, personalisierten Krebsmedizin führen.
Auch die Überwachung des Stoffwechsels wird durch eine Neuentwicklung der ETH Zürich vereinfacht. Ein handliches Gerät kann den Aceton-Gehalt der Atemluft präzise messen, ähnlich einem Massenspektrometer. Gesteuert über eine Smartphone-App, ermöglicht es Laien, Diäten und Therapien bei Stoffwechselkrankheiten genauer zu überwachen. Zudem unterstreicht eine aktuelle Analyse die Wirksamkeit regelmäßigen Gehirntrainings: Ältere Erwachsene, die konsequent trainieren, zeigen deutlich bessere Leistungen bei Aufmerksamkeitstests.
Hintergrund
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die weltweit Millionen Menschen betrifft. Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen und ihre Erforschung ist ein zentrales Feld der Medizin. Die personalisierte Medizin gewinnt zunehmend an Bedeutung, um Therapien auf den individuellen Patienten zuzuschneiden.
Quelle: nach Medienberichten