Bluthochdruck-Prävalenz verschiebt sich global

Die Zahl der Erwachsenen mit erhöhtem Blutdruck stieg global von 594 Millionen im Jahr 1975 auf 1,13 Milliarden im Jahr 2015. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf das Bevölkerungswachstum und die Alterung der Gesellschaften zurückzuführen, obwohl die altersspezifische Prävalenz teilweise sank.
Die Studie, die Daten von 19,1 Millionen Erwachsenen aus 1479 Erhebungen umfasste, ergab, dass der durchschnittliche systolische und diastolische Blutdruck in westlichen Hochlohnländern sowie in asiatisch-pazifischen Regionen deutlich abnahm. Diese Länder, die 1975 noch zu den Regionen mit den höchsten Blutdruckwerten gehörten, wiesen 2015 die niedrigsten Werte auf.
Im Gegensatz dazu könnte der mittlere Blutdruck in Ost- und Südostasien, Südasien, Ozeanien und Subsahara-Afrika gestiegen sein. Im Jahr 2015 verzeichneten Zentral- und Osteuropa, Subsahara-Afrika und Südasien die höchsten Blutdruckwerte. Die Prävalenz von erhöhtem Blutdruck sank in Hoch- und einigen Mitteleinkommensländern, blieb aber anderswo unverändert. Die höchsten Blutdruckwerte verlagerten sich somit von den Industrieländern zu den Ländern mit niedrigem Einkommen in Südasien und Subsahara-Afrika.
Hintergrund
Erhöhter Blutdruck gilt als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Nierenerkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Hypertonie als eine der Hauptursachen für vorzeitige Todesfälle weltweit ein. Regelmäßige Messungen und Präventionsstrategien sind entscheidend, um die Belastung durch diese Erkrankung zu reduzieren.
Quelle: nach Medienberichten