Deutsch-französische Rüstungskooperation vor Neuausrichtung

Im Rahmen des Projekts Main Ground Combat System (MGCS) werden Deutschland und Frankreich künftig eine plattformunabhängige Technologie für zukünftige bemannte und unbemannte gepanzerte Plattformen entwickeln. Diese Neuausrichtung wurde gestern nach dem Deutsch-Französischen Ministerrat bekannt gegeben und markiert das Ende der ursprünglichen Idee einer gemeinsamen Entwicklung eines kompletten Landkampfsystems.
Gleichzeitig intensivieren beide Staaten ihre Gespräche über eine Zusammenarbeit im Bereich der Integrierten Luftverteidigung und Raketenabwehr (IAMD). Frankreich hat Deutschland eine Koproduktion des Luftverteidigungssystems SAMP/T NG angeboten. Diese Initiative zielt darauf ab, souveräne europäische Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen zu stärken, welche als entscheidend für die Bewältigung von Eskalationen unterhalb der nuklearen Schwelle gelten.
Hintergrund
Das Main Ground Combat System (MGCS) war seit 2012 als Nachfolger des Leopard-2-Panzers und des Leclerc-Kampfpanzers geplant. Es sollte ein gemeinsames europäisches Landkampfsystem werden. Die Diskussionen um eine gemeinsame europäische Luftverteidigung haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere angesichts der aktuellen geopolitischen Lage und der Notwendigkeit, die europäischen Verteidigungsfähigkeiten zu stärken.
Quelle: nach Medienberichten