Bundeswehr strukturiert Spezialkräfte neu und digitalisiert Flotte

Die Spezialisierten Kräfte des Heeres mit Erweiterter Grundbefähigung (EGB-Kräfte), die derzeit den beiden Fallschirmjägerregimentern angehören, sollen künftig in einem eigenständigen Verband gebündelt werden. Dieser neue Verband ist für eine Stationierung in räumlicher Nähe zum Kommando Spezialkräfte (KSK) vorgesehen, wie aus informierten Kreisen verlautet.
Parallel dazu investiert die Bundeswehr in die Digitalisierung ihrer Fahrzeugflotte. Rheinmetall und blackned, als Arbeitsgemeinschaft IT-Systemintegration, erhielten einen Abruf über 100 Millionen Euro für weitere Hardware und Unterstützungsleistungen im Rahmen des Projekts „Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO)”.
Auf internationaler Ebene schreitet die Entwicklung von kostengünstigen Marschflugkörpern voran. Das US-Kriegsministerium schloss Mitte Juli Rahmenvereinbarungen mit Anduril, CoAspire und Zone 5 Technologies über fast 28.000 solcher Systeme ab. Wenige Tage zuvor hatte Anduril eine Produktionsvereinbarung mit dem polnischen Rüstungshersteller PGZ bekannt gegeben.
Zudem präsentierte Lockheed Martin auf der Farnborough International Airshow den neuen Boden-Luft-Flugkörper PAC-3 Adapted Capability Effector (PAC-3 ACE). Dieser soll das Patriot-Luftverteidigungssystem um eine deutlich günstigere Abfangoption ergänzen. Auch General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) und Kongsberg haben wichtige Schritte zur Integration des Joint Strike Missile (JSM) in die Drohne MQ-9B abgeschlossen.
Hintergrund
Die Bundeswehr befindet sich seit einigen Jahren in einem umfassenden Transformationsprozess, der sowohl die personelle als auch die materielle Ausstattung betrifft. Ziel ist es, die Streitkräfte an aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen und ihre Einsatzfähigkeit zu erhöhen. Die Digitalisierung der Landstreitkräfte ist dabei ein zentraler Pfeiler dieser Modernisierung.
Quelle: nach Medienberichten