Ostdeutsche Soldaten im Heer überrepräsentiert

Fast ein Drittel der Angehörigen des Deutschen Heeres stammt aus den östlichen Bundesländern, obwohl nur rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung dort geboren wurden. Dies geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Ulrich Thoden (Die Linke) hervor.
Besonders auffällig ist diese Überrepräsentation bei den Stabsoffizieren, wo der Anteil ostdeutscher Herkunft noch höher liegt. Die genauen Gründe für diese Verteilung wurden in der Antwort nicht näher erläutert.
Hintergrund
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 wurden die Streitkräfte der ehemaligen DDR in die Bundeswehr integriert. Dies führte zu einer Umstrukturierung und Anpassung der Personalstrukturen. Die Herkunft der Soldaten aus den neuen Bundesländern ist seither ein wiederkehrendes Thema in Debatten über die Zusammensetzung der Bundeswehr.
Quelle: nach Medienberichten