Neue Erkenntnisse in Astrobiologie und Immunforschung, Igel-Quiz startet

Astrobiologen haben in einer Molekülwolke im interstellaren Raum das Zuckermolekül Erythrulose nachgewiesen. Dieser Fund, der auf der Erde beispielsweise in Himbeeren vorkommt, könnte entscheidende Hinweise zur Erklärung der Entstehung des Lebens im Universum liefern.
Im Bereich der Immunforschung konnten Kieler Wissenschaftler zeigen, dass Immunzellen, die auf den Hefepilz Candida albicans reagieren, bei Morbus Crohn wahrscheinlich aus der Mundschleimhaut stammen. Diese Zellen entwickeln im Verlauf chronischer Darmentzündungen schädliche Eigenschaften, was einen neuen Ansatzpunkt für therapeutische Maßnahmen bietet.
Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat heute zwei Online-Quizze zu Igeln und Zitronenfaltern gestartet. Mit diesem Forschungsprojekt soll das Wissen der Bevölkerung über häufig vorkommende heimische Tierarten erfasst und wissenschaftlich ausgewertet werden. Monatlich sollen weitere Quizze zu anderen Arten folgen.
Am Paul Scherrer Institut (PSI) wurde eine weltweit einzigartige achromatische Linse für die Neutronenbildgebung entwickelt. Diese Innovation ermöglicht es Forschenden, Neutronen unterschiedlicher Wellenlängen zu fokussieren und somit scharfe, vergrößerte Bilder von dicken Proben zu erhalten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten zur Beobachtung von Prozessen im Inneren von Geräten wie Öfen oder Kryostaten.
Hintergrund
Die Suche nach organischen Molekülen im Weltall ist ein zentrales Feld der Astrobiologie, da diese als Bausteine des Lebens gelten. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn stellen eine große Herausforderung für die Medizin dar, wobei die Rolle des Immunsystems und der Mikrobiologie intensiv erforscht wird. Das Verständnis der heimischen Fauna und des öffentlichen Wissens darüber ist wichtig für Naturschutzstrategien.
Quelle: nach Medienberichten