Studie belegt Einfluss ungleicher Besteuerung auf Französische Revolution
Wirtschaftswissenschaftler haben erstmals quantitativ nachgewiesen, dass die ungleiche Verteilung von Steuern ein wesentlicher Faktor für die revolutionären Ereignisse in Frankreich war. Die von der ROCKWOOL Foundation Berlin (RFBerlin) veröffentlichte Untersuchung belegt, dass Regionen mit hohen Salzsteuern und Binnenzöllen zwischen 1750 und 1789 doppelt so viele Aufstände verzeichneten wie Gebiete mit geringerer Steuerbelastung.
Die Ergebnisse der Studie wurden kurz vor dem französischen Nationalfeiertag am 14. Juli publiziert und bieten neue Einblicke in die Ursachen des historischen Umbruchs.
Hintergrund
Die Französische Revolution, die 1789 begann, war eine Zeit tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umwälzungen in Frankreich. Sie führte zum Sturz der Monarchie und zur Etablierung einer Republik. Als Hauptursachen gelten neben sozialen Ungleichheiten und dem Einfluss der Aufklärung auch die Finanzkrise des Staates und die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem absolutistischen System.
Quelle: nach Medienberichten