Belgien entschädigt erstmals Opfer von Kolonialverbrechen

Belgien ist zur Zahlung von Entschädigungen an Opfer von Kolonialverbrechen verpflichtet worden. Dies betrifft Personen, die in den 1950er-Jahren im damaligen belgischen Kolonialgebiet, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, als Kinder von ihren Müttern getrennt wurden.
Es handelt sich um die erste derartige Entschädigungszahlung Belgiens für koloniale Gewalttaten.
Hintergrund
Belgien war von 1908 bis 1960 Kolonialmacht im Kongo. Während dieser Zeit kam es zu weitreichenden Menschenrechtsverletzungen und Ausbeutung der lokalen Bevölkerung. Die Trennung von Kindern von ihren Familien war eine Praxis, die oft im Zusammenhang mit der Erziehung in Missionsschulen oder der Zwangsarbeit stand.
Quelle: nach Medienberichten