Atemwegserkrankungen in Deutschland auf niedrigem Niveau
Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet, dass die Zahl der Arztbesuche aufgrund von akuten Atemwegserkrankungen zwischen der 24. und 27. Kalenderwoche 2026 gesunken ist. Auch die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) im stationären Bereich verharrte im selben Zeitraum auf einem stabil niedrigen Niveau.
Die aktuelle ARE-Welle wird hauptsächlich durch Erkältungsviren wie Rhinoviren bestimmt. Im Nationalen Referenzzentrum für Influenzaviren wurden in den Kalenderwochen 24 bis 27 in 86 von 151 untersuchten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, wobei Rhinoviren mit 36 Prozent am häufigsten waren, gefolgt von Parainfluenzaviren mit 11 Prozent. Influenzaviren wurden in diesem Berichtszeitraum nicht identifiziert.
Bei stationären SARI-Patienten erhielten weniger als ein Prozent der Betroffenen zwischen der 24. und 27. Kalenderwoche eine Diagnose für RSV, Influenza oder COVID-19. Auch die Viruslast von Influenza, SARS-CoV-2 und RSV im Abwasser blieb niedrig, ebenso wie die dem RKI gemeldeten Fallzahlen dieser Erreger.
Hintergrund
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) sind Infektionen der Atemwege, die durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöst werden können. Das Robert Koch-Institut (RKI) überwacht die Verbreitung dieser Erkrankungen in Deutschland kontinuierlich, um die Entwicklung von Infektionswellen frühzeitig zu erkennen und die Bevölkerung zu informieren. Die Daten werden aus verschiedenen Quellen wie Arztpraxen, Krankenhäusern und Laboren gesammelt.
Quelle: nach Medienberichten