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Wissenschaft

Stressprotein FKBP51 als Ziel bei Kindheitstrauma identifiziert

07.07.2026, 16:00 Uhr · Tages-Sicht24 Redaktion

Forschende haben ein Protein namens FKBP51 als potenziellen Ansatzpunkt zur Prävention langfristiger sozialer Beeinträchtigungen nach frühkindlichen Traumata identifiziert.

Männliche Mäuse, die in ihrer frühen Lebensphase widrigen Umständen ausgesetzt waren, zeigten später Defizite im Sozialverhalten, die sich als soziale Unterordnung äußerten. Eine pharmakologische Hemmung des stressmodulierenden Proteins FKBP51 konnte diese langfristigen sozialen Beeinträchtigungen vollständig verhindern.

Behandelte Mäuse, die Stress ausgesetzt waren, waren nach dieser Therapie nicht von Kontrolltieren ohne Stress zu unterscheiden. Dies deutet darauf hin, dass FKBP51 ein entscheidendes pharmakologisches Ziel sein könnte, um die dauerhaften Auswirkungen früher Traumata auf die Gehirnfunktion umzukehren.

Hintergrund

Frühkindliche Widrigkeiten wie Trauma, Missbrauch oder Vernachlässigung gelten als wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung psychiatrischer Erkrankungen im späteren Leben. Diese Erfahrungen können tiefgreifende und dauerhafte Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung und -funktion haben. Die Suche nach molekularen Mechanismen und therapeutischen Interventionen ist daher ein wichtiges Forschungsfeld.

Quelle: nach Medienberichten