Walddegradation führt zu erheblichen Kohlenstoffverlusten
Forschende des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung und der University of Cambridge haben Daten aus 146 Studien seit 1988 analysiert. Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurden, quantifizieren die Kohlenstoffverluste durch Walddegradation.
Die Untersuchung unterstreicht die Relevanz von tropischen Feuchtwäldern für den globalen Kohlenstoffkreislauf, da sie etwa 70 Prozent der lebenden Biomasse weltweit speichern. Eine neu entwickelte Datenbank soll künftig als Grundlage für Klimamodelle und nationale Treibhausgasbilanzen dienen.
Hintergrund
Der globale Kohlenstoffkreislauf beschreibt den Austausch von Kohlenstoff zwischen Atmosphäre, Ozeanen, Land und Lebewesen. Wälder spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie durch Photosynthese Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und in Biomasse speichern. Abholzung und Degradation von Wäldern setzen diesen gespeicherten Kohlenstoff wieder frei und tragen zur Erhöhung der Treibhausgaskonzentrationen bei.
Quelle: nach Medienberichten