Vatikan exkommuniziert Piusbrüder nach langem Konflikt
Die Exkommunikation der Piusbrüder erfolgte, nachdem die Gruppe wiederholt zentrale Reformen der katholischen Kirche abgelehnt hatte. Der Konflikt zwischen der traditionalistischen Bruderschaft und dem Heiligen Stuhl hatte sich über mehrere Jahrzehnte hingezogen.
Die Entscheidung des Papstes stellt einen entscheidenden Schritt in der Beziehung zwischen dem Vatikan und den Piusbrüdern dar, die sich seit ihrer Gründung in den 1970er Jahren kritisch gegenüber Modernisierungen der Kirche positionierten.
Hintergrund
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet. Sie lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) ab, insbesondere in Bezug auf die Liturgie und den Dialog mit anderen Religionen. Dies führte wiederholt zu Spannungen und Disziplinarmaßnahmen seitens des Vatikans.
Quelle: nach Medienberichten