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Wissenschaft

Neue Erkenntnisse zu Krebsrisiko und Temperaturempfinden

17.07.2026, 07:10 Uhr · Tages-Sicht24 Redaktion
Neue Erkenntnisse zu Krebsrisiko und Temperaturempfinden
Symbolbild · KI-generiert

Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) legen nahe, dass Übergewicht das Krebsrisiko stärker beeinflusst als bisher angenommen. Parallel dazu widerlegt eine Studie in „Neuron“ frühere Annahmen zum menschlichen Temperaturempfinden.

Eine aktuelle Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) deutet darauf hin, dass über zehn Prozent aller Krebserkrankungen mit erhöhtem Körpergewicht in Verbindung stehen. Dies wäre fast doppelt so viel wie bisherige Schätzungen. Die Forschenden berücksichtigten dabei präzisere Maße für Körperfett und methodische Verzerrungen, was zu einer Neubewertung des Einflusses von Übergewicht und Adipositas auf das Krebsrisiko führt.

Im Bereich der Neurowissenschaften haben James Poulet und sein Team in „Neuron“ neue Erkenntnisse zur Temperaturwahrnehmung der Haut veröffentlicht. Ihre Studie zeigt, dass eine einzige Gruppe von Nervenzellen sowohl Kälte als auch Wärme registriert. Diese Entdeckung stellt bisherige Modelle des sensorischen Systems in Frage und könnte das Verständnis sowie die Behandlung von Störungen in diesem Bereich verbessern.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die europäische Siliziumproduktion, die durch chinesische Dumpingpreise und hohe Energiekosten unter Druck gerät. Experten warnen vor einer drohenden Abhängigkeit von China, sollte es keine Subventionen für die Hüttenwerke in Europa geben, obwohl weltweit ausreichend Siliziumlagerstätten vorhanden sind.

Zudem wurde ein fünfjähriges Forschungsprojekt namens „CO-HUMANICS“ erfolgreich abgeschlossen. Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau und der RWTH Aachen entwickelten digitale Begleiter, die älteren Menschen soziale Nähe und Verbundenheit ermöglichen sollen, selbst bei räumlicher Distanz. Das Projekt wurde von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.

Hintergrund

Die Forschung zu den Ursachen und Risikofaktoren von Krebserkrankungen ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem neue methodische Ansätze regelmäßig zu einer Neubewertung bekannter Zusammenhänge führen können. Auch das Verständnis sensorischer Systeme des menschlichen Körpers entwickelt sich stetig weiter, oft durch die Verfeinerung von Messmethoden und die Untersuchung spezifischer Zelltypen. Die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und deren Produktion ist ein wiederkehrendes Thema in der europäischen Industriepolitik.

Quelle: nach Medienberichten