Pockenvirus erreichte Südamerika mit Europäern

Wissenschaftliche Untersuchungen von Mumien aus Südamerika haben gezeigt, dass das Pockenvirus erst nach der Ankunft von Europäern auf dem Kontinent verbreitet wurde. Diese Erkenntnisse widerlegen frühere Annahmen über eine mögliche frühere Präsenz des Virus in der Region.
Die Analyse der Mumien lieferte genetische Spuren des Pockenvirus, die eindeutig auf europäische Stämme hinweisen. Dies bestätigt die historische Hypothese, dass die europäischen Eroberer nicht nur neue Kulturen, sondern auch verheerende Krankheiten in die Neue Welt brachten.
Hintergrund
Die Pocken waren eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch das Variola-Virus verursacht wurde und oft tödlich verlief. Nach der Entdeckung Amerikas durch Europäer kam es zu einem massiven Bevölkerungsrückgang unter den indigenen Völkern, der maßgeblich auf eingeschleppte Krankheiten wie die Pocken zurückgeführt wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die Pocken 1980 nach einer globalen Impfkampagne für ausgerottet.
Quelle: nach Medienberichten