Studie verknüpft Plastikweichmacher mit Autismus und ADHS

Forschende haben Hinweise darauf gefunden, dass epigenetische Veränderungen eine Rolle bei der Verbindung zwischen Phthalaten, die häufig in Kunststoffen vorkommen, und neurologischen Entwicklungsstörungen spielen könnten. Diese Erkenntnisse könnten neue Perspektiven auf die Entstehung von Autismus und ADHS eröffnen und potenzielle Umweltfaktoren stärker in den Fokus rücken.
Die Studie, über die scinexx berichtet, beleuchtet, wie chemische Substanzen die Genexpression beeinflussen können, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Solche epigenetischen Mechanismen könnten erklären, wie Umwelteinflüsse die Gehirnentwicklung beeinträchtigen und das Risiko für bestimmte neurologische Erkrankungen erhöhen.
Hintergrund
Phthalate sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die seit Jahrzehnten als Weichmacher in Kunststoffen, insbesondere PVC, verwendet werden, um diese flexibler zu machen. Sie finden sich in zahlreichen Alltagsprodukten wie Spielzeug, Lebensmittelverpackungen, Kosmetika und medizinischen Geräten. Ihre potenzielle Auswirkung auf die menschliche Gesundheit, insbesondere auf das Hormonsystem und die Entwicklung, wird seit Längerem diskutiert und erforscht.
Quelle: nach Medienberichten