Zahnimplantate bei Knochenabbau-Medikation unter bestimmten Bedingungen möglich
Die aktualisierte Leitlinie, an der 18 medizinische Fachgesellschaften und Organisationen mitwirkten, betont jedoch die Notwendigkeit einer individuellen Risikobewertung. Vor einer Implantatversorgung muss das potenzielle Risiko für Komplikationen sorgfältig geprüft werden.
Die Empfehlungen richten sich an Personen, die sogenannte Antiresorptiva einnehmen, welche häufig bei Osteoporose oder bestimmten Krebserkrankungen verschrieben werden, um den Knochenabbau zu verlangsamen.
Hintergrund
Antiresorptiva sind Medikamente, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen und den Abbau von Knochensubstanz hemmen. Sie werden primär zur Behandlung von Osteoporose, aber auch bei Knochenmetastasen bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt. In der Vergangenheit gab es Bedenken hinsichtlich der Verträglichkeit von Zahnimplantaten bei Patienten, die diese Medikamente einnehmen, da ein erhöhtes Risiko für Kieferknochennekrosen diskutiert wurde.
Quelle: nach Medienberichten