TÜV-Verband warnt vor Absenkung des Patientenschutzes durch EU-Verordnung
Die geplante Überarbeitung der EU-Regularien für Medizinprodukte wie Implantate, Röntgengeräte und Operationsbesteck steht in der Kritik. Der TÜV-Verband sieht darin eine massive Gefährdung des Patientenschutzes.
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die mögliche Reduzierung unangekündigter Produktionskontrollen. Dies könnte die Überwachung der Hersteller und damit die Sicherheit der Produkte beeinträchtigen. Der Verband plant, seine Bedenken am 8. Juli 2026 bei einem Pressegespräch in Berlin näher zu erläutern.
Hintergrund
Medizinprodukte unterliegen in der Europäischen Union strengen Vorschriften, um die Sicherheit und Leistungsfähigkeit für Patienten zu gewährleisten. Die EU-Verordnung über Medizinprodukte (MDR) trat 2017 in Kraft und löste ältere Richtlinien ab, um die Anforderungen an die Produktsicherheit zu verschärfen. Regelmäßige Überarbeitungen und Anpassungen dieser Verordnungen sind Teil des Gesetzgebungsprozesses, um auf neue Entwicklungen und Herausforderungen zu reagieren.
Quelle: nach Medienberichten