Archaeen in Meeresschwämmen nutzen Aminosäuren als Nahrungsquelle

Diese Mikroorganismen, die als winzige Untermieter in den Schwämmen existieren, zeigen eine unerwartete Flexibilität in ihrer Ernährung. Ihre Fähigkeit, Aminosäuren zu nutzen, deutet auf eine komplexere Stoffwechselstrategie hin, als bisher angenommen wurde.
Die neue Erkenntnis, veröffentlicht durch den Informationsdienst Wissenschaft (idw), beleuchtet auch die Kommunikation zwischen den Archaeen und ihren tierischen Wirten. Die Verwertung organischer Verbindungen könnte eine wichtige Rolle in der Symbiose zwischen den Mikroben und den Meeresschwämmen spielen und deren Überleben in nährstoffarmen Umgebungen sichern.
Hintergrund
Archaeen sind einzellige Mikroorganismen, die oft unter extremen Bedingungen leben und sich von Bakterien durch ihre einzigartige Zellbiologie unterscheiden. Sie spielen eine wichtige Rolle in globalen biogeochemischen Kreisläufen, insbesondere im Stickstoffkreislauf, wo sie Ammoniak zu Nitrit oxidieren. Meeresschwämme sind bekannt für ihre Fähigkeit, große Mengen Wasser zu filtern und beherbergen eine Vielzahl von Mikroorganismen, die für ihre Ernährung und Gesundheit entscheidend sind.
Quelle: nach Medienberichten